Schutz des Weddellmeeres

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14.4.2018

Wir haben am Theresienplatz Unterschriften für den Schutz des antarktischen Weddellmeeres gesammelt.
Die Gewässer der Antarktis gehören offiziell zur Hohen See, die Landmassen der Antarktis sind zwar streng geschützt, die Gewässer allerdings werden von der Fisch- und Krillindustrie ausgebeutet. Schwarz-weiß gekleidet und mit Pinguinmasken machten wir die Passanten auf das wichtige Thema eines Meeresschutzgebietes aufmerksam. Auch ein Schild mit dem Aufdruck „Weddellmeer 14102Kilometer“, das die Entfernung von Straubing bis zur Antarktis anzeigte, zog die Blicke der Leute auf sich. Trotz der enormen Entfernung zur Antarktis sollte damit eine Verbundenheit zwischen Straubing und dem sechsten Kontinent hergestellt werden, denn die Antarktis ist unser gemeinsames Welterbe und wir alle tragen eine Verantwortung dafür, dass die Unberührtheit und Schönheit des Südpolarmeeres erhalten bleibt. 
Mit dieser Aktion machten wir auf eine historische Chance für den Meeresschutz aufmerksam. Auch die Bundesregierung setzt sich für das Meeresschutzgebiet im Weddellmeer ein. Sie hat im Oktober 2016 einen Vorschlag für dieses Schutzgebiet bei der Antarktis-Schutzkommission (CCAMLR) vorgelegt. Der Vorschlag umfasst eine Fläche von 1,8 Millionen Quadratkilometern, fünfmal so groß wie Deutschland. Es würde das größte Meeresschutzgebiet der Welt sein. Allerdings müssen sich die CCAMLR-Mitglieder einstimmig dafür entscheiden. Greenpeace verfolgt das Ziel, dass das Weddellmeer-Schutzgebiet bei der CCAMLR-Jahrestagung im Oktober 2018 verabschiedet wird.